Ein alkoholfreies Bier… das über 100 Jahre alt ist
Entgegen der landläufigen Meinung wurde alkoholfreies Bier nicht erst mit TikTok, Iron Man und Smartwatches erfunden.
Die ersten alkoholfreien Biere tauchten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf, insbesondere während der Prohibition in den Vereinigten Staaten, als der Verkauf von Alkohol verboten war. Damals ging es den Brauern in erster Linie darum, zu überleben.
Der Unterschied zu heute ist grundlegend:
👉 Es geht nicht mehr um Zwang, sondern um Wahlfreiheit.
Ein echter Grundtrend (und Zahlen, die sprechen)
Alkoholfreies Bier ist keine Nische mehr.
- In der Schweiz macht es heute 7 bis 8 % des gesamten Bierkonsums aus.
- Das Wachstum ist spektakulär: +30 bis +40 % im Volumen in den letzten zehn Jahren.
- Währenddessen stagniert der Absatz von alkoholhaltigem Bier oder geht leicht zurück.
Noch bemerkenswerter:
👉 Fast ein Drittel der Bierkonsumenten in der Schweiz trinkt regelmäßig alkoholfreies Bier, das bewusst in ihre Gewohnheiten integriert ist.
Weltweit ist dies eines der wenigen Biersegmente, das ein jährliches Wachstum von über 7 % verzeichnet, während der Rest des Marktes bei etwa 1 bis 2 % stagniert.
Es handelt sich also eindeutig nicht um ein Randphänomen.
Warum diese Begeisterung ?
Mehrere Faktoren kommen zusammen :
- Eine Veränderung im Verhältnis zum Alkohol: Man trinkt seltener, weniger stark, aber besser.
- Eine Generation, die sich weigert, zwischen Genuss und Kontrolle zu wählen.
- Die Realität des Alltags: Sport, Arbeit, Familie, Autofahren, volle Woche...
Alkoholfreies Bier ermöglicht es, das Ritual beizubehalten, ohne die Nebenwirkungen.
Und vor allem – ein wichtiger Punkt –
👉 man trinkt es nicht „anstelle” eines alkoholhaltigen Bieres, sondern zu Zeiten, zu denen man vorher nichts getrunken hat, oder abwechselnd.
Wie wird alkoholfreies Bier hergestellt ?
Eine Frage kommt immer wieder auf :
“Bier ist per Definition fermentiert ... also alkoholhaltig, oder?”
Und das stimmt.
👉 Fast alle alkoholfreien Biere sind echte Biere, die mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut werden.
Der Unterschied liegt darin, was man mit dem Alkohol macht.
1️⃣ Die Gärung unterbrechen (alte Methode)
Man startet die Gärung und stoppt sie dann sehr früh.
- Wenig Alkohol
- Aber oft mehr Zucker
- Und unausgewogene Biere
Das erklärt den historisch schlechten Ruf einiger alkoholfreier Biere.
2️⃣ Nachträgliches Entfernen des Alkohols (industrielle Methode)
Man braut ein klassisches Bier und entfernt dann den Alkohol:
- Durch Verdampfung unter Vakuum
- Oder durch sehr feine Filtration
Das ist sehr präzise...
👉 aber der Alkohol nimmt auch einen Teil der Aromen mit.
3️⃣ La méthode moderne (craft & geek 🧠)
C’est là que ça devient passionnant.
On utilise des levures dites “maltose négatives” :
- Elles fermentent les sucres simples
- Mais ne savent pas consommer le maltose, le sucre principal de la bière
Résultat :
- Des arômes
- Du CO₂
- Un peu d’alcool… mais très peu
En parallèle, on adapte la recette :
- Empâtages plus chauds
- Malts moins fermentescibles
- Céréales comme l’avoine ou le blé pour la texture
- Houblonnage plus expressif
👉 Résultat final :
- Moins de 0,5 % d’alcool
- Peu de sucre résiduel
- Une bière sèche, aromatique, et vraiment intéressante à boire
0,5 %… est-ce vraiment “sans alcool” ?
C’est une remarque légitime.
👉 0,5 % est un seuil légal, pas physiologique.
À ce niveau :
- On est sur des quantités comparables à un jus de fruit, un kéfir ou un pain fermenté
- Il faudrait boire environ 18 canettes de 3 dl en très peu de temps pour ne plus pouvoir conduire
L’enjeu n’est pas le “zéro absolu”, mais l’usage :
- À midi
- Après le sport
- Quand on conduit
- En semaine
Cela dit, le choix reste toujours personnel.
Certaines femmes enceintes préfèrent éviter totalement, d’autres se sentent à l’aise avec du 0,0 %.
👉 L’essentiel, c’est l’information, pas l’injonction.
Et chez WhiteFrontier ?
Oui, et c’est une première annonce publique.
👉 Une Martigny Vice sans alcool sortira officiellement à la brasserie le 23 janvier.
La soirée est ouverte à toutes et tous pour venir la goûter.
Et tout le mois de janvier, le sans alcool sera à l’honneur à la brasserie :
- Bières sans alcool
- Mocktails (cocktails sans alcool à base de bière sans alcool)
Parce que la bière, avec ou sans alcool, reste avant tout un produit de plaisir, de partage et de culture.





